CAD Planungsbüro BLUM

1970er Baujahre

Die wirtschaftliche Entwicklung der 1970er Jahre setzte den Aufschwung der 1960er Jahre bis zur ersten Ölkrise im Jahr 1973 fort. Im Anschluss daran erlebte die Bauwirtschaft wechselhafte Phasen, die insbesondere durch staatliche Förderprogramme beeinflusst wurden. Die Bauzinsen stiegen bis 1980 auf über 12 Prozent. Nach diesem Zeitraum stagnierte der Bausektor zunächst, bis mit dem Mauerfall 1989 eine erneute Belebung einsetzte, was jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar war.

Bausubstanz 1970er - Schwachstellen

Wärmeschutverordnung

Ziegelhaus ehemalige Bauernkate Werkstattgebäude

Abbruchobjekt Altbausanierung Abbruchreif
A Altbausanierung mit Anleitung - so wirds gemacht!

Checkliste für Immobilien ab 1970

Einfamilienhäuser im Stil der 1970er Jahre zeichnen sich oft durch Flachdächer, große Fensterfronten und eine konstruktivistische, oft kubische Formensprache aus. Sie wurden meist in Massivbauweise mit Beton, Ziegeln oder Kalksandstein errichtet. Die technischen Anlagen, wie Elektro- und Sanitärinstallationen, sind jedoch oft nicht mehr zeitgemäß und erfordern Sanierungsmaßnahmen. 
Merkmale der 70er-Jahre-Architektur:

  • Sattel- flach geneigte Walm und Flachdächer: Flachdächen galten als modern, haben aber oft Probleme mit der Feuchtigkeit. Dacheindeckung in der Regel als Kaltdach mit 1 Dachfolie, Tonpfannen- Betondachsteine, weniger Asbest-Wellplatten.
  • Große Fensterfronten: Vor allem im Wohnbereich, meist mit Holzfenstern mit Rollläden oder vereinzelt Aluminiumfenstern in der Regel mit Einfachverglasung. 
  • Offene Grundrisse: Viele Häuser hatten offene Wohn-Essbereiche mit großen Fenstern, die viel Licht hereinließen. 
  • Konstruktion: Meist Massivbauweise aus Ziegel- Kalksandstein und Hohlblockmauerwerk mit Stahlbetondecken und schwimmendem Estrich. 
  • Fassaden: Ziegelverblender mit Luftschicht oder Mauerwerk einschalig verputzt. 
  • Decken: Beton-, Spannbeton-, Einschub- und Holzdecken. 
  • Balkone und Loggien: Betonkonstruktion ohne thermische Trennung. 
  • Wärmebrücken!

Sanierungsbedarf:

  • Wärmedämmung:

Die Wärmedämmung ist unzureichend und entspricht nicht heutigen Standards. 

  • Dach:

Das Kaltdach wurde oft unsachgemäß ausgebaut und sind anfällig für Feuchtigkeitsschäden und müssen oft saniert werden. 

  • Fenster:

Einfachverglasungen und Holzfenster entsprechen nicht den heutigen Anforderungen an Wärmeschutz und Schallschutz. 

  • Elektro- und Sanitärinstallationen:

Sind oft veraltet und müssen erneuert werden. 

  • Schadstoffe:

In einigen Fällen können Formaldehyd oder PCB in Baumaterialien enthalten sein. 
Fazit:
Einfamilienhäuser im Stil der 70er Jahre haben ihren eigenen Charme und bieten oft eine gute Bausubstanz, aber eine Sanierung ist in vielen Fällen notwendig, um den heutigen Anforderungen an Wohnkomfort, Energieeffizienz und Schadstofffreiheit gerecht zu werden. 

Baukosten-Katalog immer aktuell

Aber wie wurde in den 70er Jahren gebaut. Was ist besser als ein Blick in die Wärmeschutzverordnung aus dieser Zeitspanne von 1970 bis 1979.

1. Änderungen 1974

Die Wärmedämmgebiete I und II wurden zusammengefasst und gemeinsam mit den höheren Anforderungen des Wärmedämmgebietes II belegt.

Nachweis: Mindestwerte der Bauteile durch Nachweis des Wärmedurchlaßwiderstandes.

Außenmauerwerk

Mit dieser ergänzenden Bestimmung ist der Vollziegel mit 24 cm als Außenwand nicht mehr zulässig.

Die Mindestanforderungen an AW lagen umgerechnet auf den heutigen U-Wert von 1,8 - 1,5

Decken unter nicht ausgebauten Dachgeschossen wurden verbessert auf 1,0 U-Wert

Kellerdecken von 1,3 auf 1,0 U-Wert

Steil- und Flachdächer von 1,5 auf 0,6 U-Wert

2. Änderungen 1977

(Wärmeschutzverordnung- Wärmeschutz V)

Nachweis:

Mindestwerte der Bauteile durch Nachweis des Wärmedurchlaßwiderstandes (k-Zahl), heute U-Wert.

Beim Außenmauerwerk wurde jetzt der Nachweis der Wärmeverluste in Abhängigkeit des Verhältnisses von Außenwand und Fensterflächen gefordert. Hier gab es eine große Auswahl an Fenster, Isolierverglasung war Standard von 6mm über 12 mm Luftzwischenraum bis hin zur 3fach-Verglasung und Doppelverglasung sowie Doppelfenster. Die Anforderungen lagen je nach Grundrissschnitt von 1,45 - 1,75 (U-Wert)

Decken unter nicht ausgebauten Dachräumen und Decken, die Räume nach oben und unten gegen die Außenluft abgrenzen. 0,45 (U-Wert)

Kellerdecken sowie Wände und Decken gegen unbeheizte Räume. 0,80 (U-Wert)

Decken und Wände, die an das Erdreich grenzen. 0,90 (U-Wert)

Der Siegeszug des Betons aus den 60er Jahren wurde fortgesetzt, leider auch mit allen Wärmebrücken

Altbausanierung%20mit%20Anleitung.

Schwachstellen sind hier vor allem die konstruktiven Bauteile wie:

Die Bausubstanz von Wohnhäusern aus den 1970er Jahren kann eine Reihe von Herausforderungen mit sich bringen, aber auch einige positive Aspekte aufweisen. Typische Probleme sind Schadstoffe wie Asbest, Formaldehyd und PCB, veraltete Dämmung, ineffiziente Heizungsanlagen, undichte Dächer sowie Probleme mit den Wasserleitungen und der Elektroinstallation. Auf der anderen Seite können diese Häuser auch größere Wohnflächen und solide Betonkonstruktionen bieten. 
Mögliche Probleme und Sanierungsbedarf:

  • Schadstoffe:

Asbest, Formaldehyd und PCB wurden in den 70er Jahren häufig in Baumaterialien verwendet und können gesundheitsschädlich sein. 

  • Dämmung:

Die Wärmedämmung war in den 70er Jahren oft unzureichend, was zu hohen Heizkosten und Wärmebrücken führen kann. 

  • Heizungsanlagen:

Viele Heizungen entsprechen nicht mehr den heutigen Effizienzstandards und sollten erneuert werden. 

  • Dächer:

Steildächer sind in der Regel noch als Kaltdach ausgeführt. Flachdächer, die in den 70er Jahren beliebt waren, sind oft anfällig für Undichtigkeiten und Feuchtigkeitsschäden. 

  • Wasserleitungen:

Alte Stahl- oder verzinkte Leitungen können verkalken und die Wasserqualität beiflussen. 

  • Elektroinstallationen:

Die Elektroinstallationen sind oft veraltet und entsprechen nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards. 

  • Keller:

Keller weisen oft Feuchtigkeitsschäden auf, und die Abwasserleitungen sind oft sanierungsbedürftig. 
Positive Aspekte:

  • Größere Wohnflächen: Häuser aus den 70er Jahren sind oft größer als ältere Häuser. 
  • Solide Betonkonstruktionen: Viele Häuser haben massive Betonwände und -decken, die eine gute Grundlage für Sanierungen bieten. 
Sanierung

Eine detaillierte Anleitung zur Identifikation und Sanierung bestehender Schwachstellen finden Sie in unserem umfassenden Leitfaden zur Altbausanierung. Dieser Leitfaden enthält ausführliche Informationen zu empfohlenen Maßnahmen an verschiedenen Bereichen des Gebäudebestands, insbesondere an Fassade, Dach, Decken sowie tragenden Wänden.

Die einzelnen Dateien des Leitfadens sind unabhängig voneinander aufgebaut. Das bedeutet, dass Sie sich gezielt auf einen bestimmten Gebäudeteil konzentrieren können – beispielsweise die Dachsanierung – ohne auf die anderen Abschnitte zugreifen zu müssen. So ermöglicht der Leitfaden eine individuell angepasste und bedarfsgerechte Nutzung, je nachdem, welche Sanierungsmaßnahmen für Ihr Projekt im Vordergrund stehen.

Energiebedarf

Heizwärmebedarf bis Baujahr 1977 pro m2 Wohnfläche 280 bis 360 kWh/m2 und Jahr.

Ein Infrarot Temperaturmessgeräte kostet unter 50 € und ist ein idealer Helfer Wärmebrücken aufzuspüren .

Infrarotmessung in der Praxis.

Die Wirtschaftslichkeitsberechnung

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung
Sie werden sich fragen, wozu soll der Aufwand gut sein?

Im Supermarkt ist es Pflicht die Preisauszeichnung auf 1 Kg auszuzeichnen, damit man die Kosten vergleichen kann. Mit dieser Wirtschaftlichkeitsberechnung können Sie die Einsparungskosten Ihrer Sanierungsmaßnahme auf 1 KWh berechnen, und zwar Bauteil für Bauteil. Zum Beispiel mit Eigenleistungen erzielen Sie mit geringen Kosten die höchsten Einsparungskosten. Ebenso können Sie auch die Rangfolge besser zuordnen. Auch als Laie können Sie das selbst durchführen.

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Vertauen ist gut, Kontrolle ist besser!
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