Schwachstellen der konstruktiven Bauteile
Die Bausubstanz von Wohnhäusern aus den 1970er Jahren kann eine Reihe von Herausforderungen mit sich bringen, aber auch einige positive Aspekte aufweisen. Typische Probleme sind Schadstoffe wie Asbest, Formaldehyd und PCB, veraltete Dämmung, ineffiziente Heizungsanlagen, undichte Dächer sowie Probleme mit den Wasserleitungen und der Elektroinstallation. Auf der anderen Seite können diese Häuser auch größere Wohnflächen und solide Betonkonstruktionen bieten.
Mögliche Probleme und Sanierungsbedarf:
Asbest, Formaldehyd und PCB wurden in den 70er Jahren häufig in Baumaterialien verwendet und können gesundheitsschädlich sein.
Die Wärmedämmung war in den 70er Jahren oft unzureichend, was zu hohen Heizkosten und Wärmebrücken führen kann.
Viele Heizungen entsprechen nicht mehr den heutigen Effizienzstandards und sollten erneuert werden.
Steildächer sind in der Regel noch als Kaltdach ausgeführt. Flachdächer, die in den 70er Jahren beliebt waren, sind oft anfällig für Undichtigkeiten und Feuchtigkeitsschäden.
Alte Stahl- oder verzinkte Leitungen können verkalken und die Wasserqualität beiflussen.
Die Elektroinstallationen sind oft veraltet und entsprechen nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards.
Keller weisen oft Feuchtigkeitsschäden auf, und die Abwasserleitungen sind oft sanierungsbedürftig.
Positive Aspekte:
- Größere Wohnflächen: Häuser aus den 70er Jahren sind oft größer als ältere Häuser.
- Solide Betonkonstruktionen: Viele Häuser haben massive Betonwände und -decken, die eine gute Grundlage für Sanierungen bieten.
Sanierung
Eine detaillierte Anleitung zur Identifikation und Sanierung bestehender Schwachstellen finden Sie in unserem umfassenden Leitfaden zur Altbausanierung. Dieser Leitfaden enthält ausführliche Informationen zu empfohlenen Maßnahmen an verschiedenen Bereichen des Gebäudebestands, insbesondere an Fassade, Dach, Decken sowie tragenden Wänden.
Die einzelnen Dateien des Leitfadens sind unabhängig voneinander aufgebaut. Das bedeutet, dass Sie sich gezielt auf einen bestimmten Gebäudeteil konzentrieren können – beispielsweise die Dachsanierung – ohne auf die anderen Abschnitte zugreifen zu müssen. So ermöglicht der Leitfaden eine individuell angepasste und bedarfsgerechte Nutzung, je nachdem, welche Sanierungsmaßnahmen für Ihr Projekt im Vordergrund stehen.
>> Die Abbruchkosten: werden nach Raum-, Flächen- Längenmaß sowie Säge- und Kernbohrarbeiten ermittelt.
>> VOB/C DIN 18456: Abbrucharbeiten regelt die Abbruch- und Rückbauarbeiten von baulichen sowie technischen Anlagen. Darüber hinaus umfasst sie das Fördern, Zwischenlagern und Endlagern der abgebrochenen Anlagen sowie der hierbei gewonnenen Stoffe und Bauteile.
Energiebedarf
Energiebedarf von Immobilien aus den 70ern
- Ein unsanierter Altbau aus den 1970er Jahren verbraucht etwa 360 bis 440 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr. In den meisten Fällen wurden inzwischen verschiedene Sanierungsmaßnahmen durchgeführt.
- Beim Verkauf einer solchen Immobilie vor 1977 ist ein Energiebedarfsausweis Pflicht: Ein Experte berechnet den theoretischen Energieverbrauch anhand der Bausubstanz – dazu zählen Wände, Dach, Fenster und Heizung.
- Für ein Gebäude die nach dem 01.11.1977 gebaut wurden oder die energetisch saniert sind ist ein Energieverbrauchsausweis erforderlich.
- Was wird gemacht? Basierend auf den Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre wird der tatsächliche Verbrauch ermittelt.
- Vorteil: Günstiger und schneller zu erstellen.
Der tatsächliche Heizungsverbrauch ist der beste Indikator für die weitere Planung. Für eine sanierte Immobilie sollten Sie einen Energieverbrauch von 30 bis 70 kWh pro Quadratmeter jährlich anstreben.
Abhängig vom Zustand sind unter Umständen Arbeiten an Fassade, Dach, Decken, Treppenhaus und Geschosswänden erforderlich. Unsere Anleitung zur Altbausanierung enthält sämtliche Hinweise, anschauliche Beispiele und detaillierte Abbildungen für die praktische Umsetzung. Mit unseren Unterlagen können Sie Ihr Projekt bereits vor dem Kauf gut planen und vorbereiten.