Schwachstellen sind hier vor allem die konstruktiven Bauteile wie
Die Bausubstanz von Gebäuden aus den 1960er Jahren weist einige typische Merkmale auf, die sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringen. Generell lässt sich sagen, dass die Gebäude zwar solide gebaut wurden, aber im Bereich des Wärmeschutzes oft Mängel aufweisen.
Typische Merkmale der 60er Jahre Bausubstanz:
- Außenwände: Meist aus Mauerwerk (z.B. Hohlblocksteine) mit Putz, teilweise auch aus Beton.
- Decken: Betondecken mit schwimmendem Estrich, oft mit wenig oder gar keiner Dämmung darunter.
- Fenster: Häufig aus Holz, vereinzelt auch Aluminium, oft mit Einfachverglasung.
- Balkone/Loggien: Oft aus Beton ohne thermische Trennung.
- Heizung: Häufig noch mit alten Heizsystemen (z.B. Kohle-, Öl- oder Gasheizungen), die technisch veraltet und ineffizient sind.
- Wärmeschutz: Der bauliche Wärmeschutz war in den 60er Jahren noch nicht so ausgeprägt wie heute. Das führt oft zu hohen Heizkosten und kann zu Feuchtigkeitsproblemen führen.
- Schadstoffe: In einigen Fällen können gesundheitsschädliche Baustoffe wie Asbest oder teerhaltige Klebstoffe verbaut worden sein.
Mögliche Schwachstellen und Sanierungsbedarf:
Betonkonstruktionen können Wärmebrücken bilden, die zu Schäden und Feuchtigkeit führen können.
Flachdächer, die in den 60er Jahren beliebt waren, können undicht werden und müssen saniert werden.
Einfachverglaste Fenster entsprechen oft nicht mehr den heutigen energetischen Standards und sollten ausgetauscht werden.
Veraltete Heizsysteme sind oft ineffizient und sollten modernisiert werden.
Bei älteren Häusern sollte auf Asbest untersucht und gegebenenfalls saniert werden.
Bei Umbauten am Dachstuhl (Kaltdach) ist eine sorgfältige Prüfung der Statik ratsam.
Sanierung
Eine detaillierte Anleitung zur Identifikation und Sanierung bestehender Schwachstellen finden Sie in unserem umfassenden Leitfaden zur Altbausanierung. Dieser Leitfaden enthält ausführliche Informationen zu empfohlenen Maßnahmen an verschiedenen Bereichen des Gebäudebestands, insbesondere an Fassade, Dach, Decken sowie tragenden Wänden.
Die einzelnen Dateien des Leitfadens sind unabhängig voneinander aufgebaut. Das bedeutet, dass Sie sich gezielt auf einen bestimmten Gebäudeteil konzentrieren können – beispielsweise die Fassade – ohne auf die anderen Abschnitte zugreifen zu müssen. So ermöglicht der Leitfaden eine individuell angepasste und bedarfsgerechte Nutzung, je nachdem, welche Sanierungsmaßnahmen für Ihr Projekt im Vordergrund stehen.
Energiebedarf von Immobilien aus den 60ern
Ein unsanierter Altbau aus den 1960er Jahren verbraucht etwa 360 bis 440 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr. In den meisten Fällen wurden inzwischen verschiedene Sanierungsmaßnahmen durchgeführt.
- Beim Verkauf einer solchen Immobilie vor 1977 ist ein Energiebedarfsausweis Pflicht: Ein Experte berechnet den theoretischen Energieverbrauch anhand der Bausubstanz – dazu zählen Wände, Dach, Fenster und Heizung.
- Für ein Gebäude die nach dem 01.11.1977 gebaut wurden oder die energetisch saniert sind ist ein Energieverbrauchsausweis erforderlich.
- Was wird gemacht? Basierend auf den Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre wird der tatsächliche Verbrauch ermittelt.
- Vorteil: Günstiger und schneller zu erstellen.
Für eine sanierte Immobilie sollten Sie einen Energieverbrauch von 30 bis 70 kWh pro Quadratmeter jährlich anstreben. Abhängig vom Zustand sind unter Umständen Arbeiten an Fassade, Dach, Decken, Treppenhaus und Geschosswänden erforderlich. Unsere Anleitung zur Altbausanierung enthält sämtliche Hinweise, anschauliche Beispiele und detaillierte Abbildungen für die praktische Umsetzung. Mit unseren Unterlagen können Sie Ihr Projekt bereits vor dem Kauf gut planen und vorbereiten.