Schwachstellen
Zu den potenziellen Schwachstellen zählen insbesondere Wärmebrücken an konstruktiven Bauteilen wie:
- Fensterleibungen, Fensterbänken und Sturzauflagern
- Sohlplatten, Geschossdecken, Kragplatten, Balkonplatten, Podestplatten, Treppenläufen und Stahlbetonunterzügen
- Anschlüsse der Erdgeschossaußenwand an die Kelleraußenwand, Treppenhauswand an Bodenplatte, Wohnungstrennwände, Erdgeschosstrennwand an Kellergeschosstrennwand, Giebelmauerkronen sowie Innenwandmauerkronen
- Wärmebrücken!
Im Sanitär- und Elektrobereich sind teilweise veraltete Systeme vorhanden. Ursprüngliche Ofenheizungen treten nur noch selten auf; nachträglich installierte Heizungsanlagen sind oft überdimensioniert und entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik.
Weitere Mängel umfassen:
- Einfachverglasung
- Unzureichende Wärmedämmung und Schalldämmung bei verschiedenen Bauteilen
- Einfache Dachstühle in der Regel ohne Unterspannbahn
Selbst regelmäßig renovierte Gebäude können Materialien enthalten, die bis in die 1990er Jahre verwendet wurden, beispielsweise:
- ölhaltige Anstriche
- teerhaltige Baustoffe (etwa im Parkett)
- asbesthaltige Materialien (z. B. Dach- oder Fassadenplatten)
- Mineralwolle mit geringer Faserlänge
- Holzschutzmittel mit potenziell gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe
Eine detaillierte Anleitung zur Identifikation und Sanierung bestehender Schwachstellen finden Sie in unserem umfassenden Leitfaden zur Altbausanierung. Dieser Leitfaden enthält ausführliche Informationen zu empfohlenen Maßnahmen an verschiedenen Bereichen des Gebäudebestands, insbesondere an Fassade, Dach, Decken sowie tragenden Wänden.
Die einzelnen Dateien des Leitfadens sind unabhängig voneinander aufgebaut. Das bedeutet, dass Sie sich gezielt auf einen bestimmten Gebäudeteil konzentrieren können – beispielsweise die Deckensanierung – ohne auf die anderen Abschnitte zugreifen zu müssen. So ermöglicht der Leitfaden eine individuell angepasste und bedarfsgerechte Nutzung, je nachdem, welche Sanierungsmaßnahmen für Ihr Projekt im Vordergrund stehen.
Heizwärmebedarf
Der Verbrauch eines unsanierten Altbaus kann bei 360 bis 440 kWh/m2 Jahr (beheizter Wohnfläche) liegen.