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Fertighaus oder Massivhaus?

Beim Hausbau stellt sich jungen Familien- und Existenzgründern eine ganz grundsätzliche Frage: Soll das Haus vor Ort gebaut oder aus vorgefertigten Teilen zusammengesetzt werden? Die Wahl zwischen Fertighaus oder Massivhaus ist insbesondere deswegen wichtig, weil sie enorme Auswirkungen haben kann – sowohl auf den Bauprozess selbst als auch auf die Eigenschaften der fertigen Häuser.

Doppelhaus 1Doppelhaus 2

Was ist eigentlich der Unterschied?

Wer gerade den ersten Schritt aus der Mietwohnung plant, der steht häufig vor dem ersten Kostenvoranschlag für ein Massivhaus und fragt sich, ob es nicht auch günstiger geht. Dass die wenigsten dann an das Fertighaus als Alternative denken, hat viel damit zu tun, dass diese Bauweise in Deutschland bislang noch wenig verbreitet ist, während sie beispielsweise in den USA etwa 90 % aller Eigenheime ausmacht. Aus genau diesem Grund sind sich die meisten Bauherren auch nicht im Klaren über die relevanten Unterschiede:

Fest auf einem traditionellen Fundament – das Massivhaus

Massivbauten werden vor Ort gefertigt. Vereinfacht bedeutet dies, dass die Rohmaterialien direkt auf dem Grundstück zu einem fertigen Haus zusammengesetzt werden: Beton wird angerührt und zu Fundamenten gegossen, Steine werden mit feuchtem Mörtel zu Hauswänden zusammengefügt und Dächer werden einzeln mit Ziegeln belegt. Diese Bauweise hat sich historisch aufgrund ihrer vielen Vorteile durchgesetzt:

Massivhäuser sind besonders widerstandsfähig und langlebig

Massivhaus-Wände aus Stein dämmen Schall hervorragend

Beim Bauen werden meist alle Arbeiten vom Bauunternehmen übernommen

Allerdings fallen gerade im Zeitalter der Energieeffizienz die Nachteile dieser Bauweise recht stark ins Gewicht: Stein dämmt nämlich Wärme tendenziell weniger gut als ein Haus aus Holz und Dämmstoff – die Materialien, die bei den meisten Fertighäusern zum Einsatz kommen. Außerdem ist der Massivhaus-Bau nicht nur kosten-, sondern auch zeitintensiv. Insbesondere muss selbst ein schlüsselfertig gebautes Massivhaus in den ersten Jahren 'trockengewohnt' werden, um die Restfeuchte aus Mauerwerk, Mörtel und Putz zu ziehen. Wer direkt nach dem Bauen in ein Massivhaus zieht und es nicht trockenwohnt, wird innerhalb kürzester Zeit mit Schimmelbefall im ganzen Haus zu kämpfen haben.

Modern und flexibel – das Fertighaus

Wer sich fragt, ob ein Fertighaus oder Massivhaus die bessere Entscheidung ist, wird in vielen Fällen an die standardisierten 'Typenhäuser' denken müssen – Häuser, die in Serie gefertigt und dementsprechend immer völlig identisch ausgeführt werden. Das moderne Fertighaus hat damit nicht viel zu tun, denn es kann von Grund auf nach individuellen architektonischen Vorlieben gefertigt werden. Hierbei werden ganze Bauteile wie etwa einzelne Wände nach Maß in Fabriken hergestellt. Vor Ort werden die einzelnen Teile nur noch zum fertigen Haus zusammengefügt. Diese Bauweise hat mehrere Vorteile:

Der Fertighaus-Rohbau kann schon innerhalb von zwei Tagen fertig montiert sein

Dank fester Kosten können Immobilien ideal geplant werden

Hervorragende Wärmedämmung im Vergleich zum Massivhaus

Wer sein erstes Eigenheim plant, profitiert insbesondere von der einfachen Planbarkeit eines Fertighauses. Preise und Arbeitszeiten sind normalerweise fest vereinbart, ebenso wie der eigentliche Arbeitsumfang. Einige Anbieter staffeln ihr Fertighaus-Angebot sogar in praktische Servicepakete oder Ausbaustufen. Hier kann man beispielsweise die Kosten niedrig halten, indem nur der Rohbau vom Bauunternehmen bereitgestellt wird, oder man kann das Komplettpaket bis zur Installation von Isolierungen und Heizanlagen in Anspruch zu nehmen.

Welche Materialien kommen beim Fertighaus zu Anwendung?

Während das typische Massivhaus heute noch mit Steinmauern und Mörtel errichtet wird, basiert die große Mehrheit der Fertighäuser auf Holzkonstruktionen mit zusätzlichen dämmenden Materialien. Hierbei werden Holzrahmen mit hölzernen Querstreben, Holzwerkstoffplatten oder Gipswerkstoffplatten stabilisiert und dann mit Dämmmaterial ausgefüllt.

Dadurch erfordert das Anbringen schwerer Regale oder Schränke an den Wänden zwar die Arbeit mit robusten Dübeln – sorgt aber gleichzeitig für eine hervorragende Wärmedämmung. Die meisten Fertighäuser entsprechen heute dem KfW-Effizienzhaus-Standard und sind dementsprechend förderfähig.

Massiv-Bauweise oder Fertighaus – eine wirkliche Wahl

Das Fertighaus hat sich in den letzten Jahrzehnten, insbesondere durch die gestiegenen Qualitätsansprüche der Hersteller, vom verpönten 'Bausatzhaus' zu einer echten Alternative zum Massivhaus gewandelt. Gerade, wer sowohl beim Bauen als auch beim Wohnen sparen möchte, sollte sich die Wahl zwischen robustem Massiv- und wärmedämmendem Fertighaus gut überlegen.

Porta Westfalica, den 20.02.2017

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